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Valeria Vanilla; natürlich nicht mein echter Name - ich fand ihn lediglich schön und da ich anonym bleiben möchte, ermöglicht er es mir seit September 2009 regelmäßig Post in meinen Blogs zu schreiben. Der erste Blog, den ich hatte war www.cestuncoeur.blogspot.com, dann www.entertainforest.blogspot.com und letztendlich dann dieser hier. Alle Blogs existieren noch und man kann gerne in ihnen nachlesen, wie es bereits damals in meinem Leben drunter und drüber ging.
Wenn man ein Glas oder einen Teller fallen lässt, dann entsteht ein lautes, schepperndes Geräusch. Wenn ein Fenster zerbricht, ein Tischbein zersplittert oder ein Bild von der Wand stürzt, kann man es hören. Aber wenn das Herz bricht, geschieht es vollkommen lautlos. Eigentlich würde man denken, weil es so wichtig, so schwerwiegend ist, macht es einen Mordskrach, oder es erklingt vielleicht eine Art zeremonieller Ton, ein symbolischer Gong, eine Glocke. Aber es passiert lautlos, obwohl man sich beinahe wünscht, da wäre ein Laut, der einen von dem Schmerz ablenkt.
 Ich bin ein junges Mädchen, welches ihren momentanen Wohnort auf Bayern in Deutschland beschränken kann. Ursprünglich stamme ich aus Polen, hatte auch bis zu meinem sechsten Lebensjahr einen polnischen Pass; jedoch bin ich seitdem offiziel Deutsche - mein zu Hause ist und bleibt allerdings immer Polen, da dort ein Großteil meiner Familie wohnt und ich mich dort wohl fühle. Ich bin Atheistin, gehe auf ein Gymnasium und bin ansonsten nichts besonderes. Ich bin weder besonders gut in irgendwelchen Sportarten, noch im Tanzen oder Singen. Ich habe einfach keine Talente oder Begabungen - also bin ich normal oder eher unterdurchschnittlich und gehe in der Masse unter. Doch seit meinem Tod stört mich das nicht - da hat schließlich alles angefangen. Es war der Tag, an dem mir das Herz gebrochen wurde. Der 27.05.2009 wird für mich immer als mein erstes Todesdatum zählen, weil ich an diesem Tag aufgehört habe, irgendetwas wie Liebe zu meinen Mitmenschen zu empfinden und weil ich mich an diesem Tag verändert habe. Ein maskenhaftes Lachen auf den Lippen ist mein neues Gesicht geworden. Denn in Wahrheit möchte niemand wissen, wie es mir geht oder was ich fühle - wieso sollte ich das also auch zeigen? Sie würden es sowieso nicht verstehen.. also begann ich zu schauspielern..

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